Weihnachtsmarzipan wird deutlich teurer
Lübecker Hersteller erhöhen die Preise für beliebte Marzipanprodukte um etwa zehn Prozent. Schuld sind gestiegene Kosten für Mandeln und Kakao.
Wer sich zur Weihnachtszeit gerne Marzipan gönnt, muss dieses Jahr tiefer in die Geldbörse greifen. Die renommierten Hersteller aus Lübeck wie Niederegger und Erasmi & Carstens haben ihre Preise um etwa zehn bis elf Prozent erhöht. Eine Packung Marzipan-Pralinen, die früher 3,95 Euro kostete, ist jetzt für 4,45 Euro zu haben.
Die Preissprünge sind hauptsächlich auf teurere Rohstoffe zurückzuführen. Mandeln und Kakao – beide zentral für die Marzipanherstellung – sind deutlich teurer geworden. Hinzu kommen gestiegene Energiepreise. Bei den Mandeln spielen auch handelspolitische Spannungen mit den USA sowie eine wachsende weltweite Nachfrage eine Rolle.
Dabei trifft es Marzipan noch milder als andere Weihnachtssüßwaren. Seit 2021 ist Weihnachtsgebäck allgemein um 64 Prozent teurer geworden, Dominosteine verteuerten sich um 53 Prozent, und Schokoladenweihnachtsmänner legten um 24 Prozent zu. Ausweichen auf andere Süßwaren hilft also kaum weiter.