Ermittlungen gegen Mobbing an Berliner Schule
An der Rütli-Schule in Neukölln wird gegen unbekannte Täter ermittelt, die den Ehemann eines Lehrers über Monate hinweg belästigt haben sollen. Die Staatsanwaltschaft prüft Beleidigung und Nachstellung.
Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mobbings an der Rütli-Schule im Bezirk Neukölln. Betroffen ist der Ehemann eines homosexuellen Lehrers, der Opfer wiederholter Belästigungen wurde. Ein Verfahren gegen einen namentlich bekannten Beschuldigten ist bereits abgeschlossen, in einem zweiten Fall laufen die Ermittlungen noch.
Der Mann wurde über mehrere Monate hinweg mit nächtlichen Anrufen ohne Wortmeldung behelligt und erhielt zudem ein Schreiben mit Beleidigungen in seinen Briefkasten. "Nach dieser Aneinanderreihung von Vorfällen haben wir die Polizei verständigt", berichtet der Betroffene. Das Paar fühlt sich nicht mehr sicher zu Hause. Die Ermittler prüfen Vorwürfe der Beleidigung und Nachstellung und versuchen, weitere Tatverdächtige zu identifizieren – mutmaßlich unter den Schülern der Einrichtung.
Der Fall erinnert an ähnliche Vorfälle an anderen Berliner Schulen. Die Rütli-Schule hatte bereits 2006 bundesweit Aufmerksamkeit erregt, später aber als Sanierungserfolg gegolten.