Bilanzcheck: Noch mal 19.000 Stellen: Wie VW sich kleiner spart – und trotzdem teurer wird

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Volkswagen-Bilanz: Wie VW sich kleiner spart – und trotzdem teurer wird

Konzernchef Blume kürzt Investitionen, baut Jobs ab und spart bei Werken. Doch ausgerechnet zentrale Kostenblöcke steigen weiter. Der Bilanzcheck erklärt, warum.
Lazar Backovic 15.06.2026 – 08:16 Uhr Artikel anhören

Aktienkurs von Volkswagen in den vergangenen zehn Jahren: Noch hat sich der Konzernumbau an der Börse nicht ausgezahlt. Foto: Picture Alliance [M]

Düsseldorf. Die Botschaft, die sich VW-Konzernchef Oliver Blume für die Hauptversammlung in dieser Woche zurechtgelegt hat, ist klar: Der massive Sparkurs kommt voran.

Allein in der deutschen VW AG sollen bis Ende des Jahres 19.000 Stellen sozialverträglich abgebaut sein, heißt es im vorveröffentlichten Redetext zu dem Aktionärstreffen. Die Anstrengungen sind laut Blume nötig, weil sich die Rahmenbedingungen brutal verändert haben.

Entwicklung in Deutschland, Produktion in Europa, Export in die Welt: „Unser über Jahrzehnte erfolgreiches Geschäftsmodell funktioniert heute nicht mehr“, sagt Blume. VWs industrieller Kern bröckelt.

Doch obwohl VW Milliarden spart und Kapazitäten abbaut, brechen die Gewinne weiter ein und zentrale Kostenblöcke steigen. Im Umfeld der Eigentümerfamilie Porsche- Piëch wächst daher die Nervosität, ob Blume den Umbau wirklich im Griff hat.

Der 58-Jährige führt den Konzern durch eine Sanierung, die selbst intern viele Manager für extrem ambitioniert halten: VW soll kleiner und profitabler als je zuvor werden. Mit Produktionskapazitäten für nur noch neun Millionen Fahrzeuge kalkuliert der Konzern – unter Blumes Vorgänger Herbert Diess waren zwölf Millionen Einheiten Normalität. Bei der Marge visieren Blume und Finanzchef Arno Antlitz acht bis zehn Prozent an – auch das: ein Niveau, das der Konzern bislang nie erreicht hat.

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