Bürgergeld bleibt 2026 unverändert – Sanktionen werden verschärft
Das Arbeitsministerium hat beschlossen, die Bürgergeld-Leistungen im kommenden Jahr nicht zu erhöhen. Gleichzeitig werden die Strafen für Nicht-Mitwirkung deutlich verschärft.
Berlin – Im Jahr 2026 erhalten die 5,6 Millionen Bürgergeld-Empfänger in Deutschland keine Erhöhung ihrer Leistungen. Alleinstehende bekommen damit weiterhin 563 Euro monatlich, während Kinder je nach Alter zwischen 357 und 471 Euro erhalten. Das Arbeitsministerium begründet die Nullrunde damit, dass die Preissteigerungen seit 2025 deutlich gesunken sind und der Regelsatz bereits zu hoch ausfällt.
Parallel dazu plant die Bundesregierung eine Verschärfung der Sanktionen. Wer einen vereinbarten Termin beim Jobcenter ohne Grund nicht wahrnimmt, muss künftig mit einer Kürzung von 30 Prozent rechnen – bislang waren es 10 Prozent. Auch bei wiederholter Ablehnung von zumutbaren Arbeitsplätzen droht der vollständige Leistungsentzug.
Für Asylbewerber sieht es anders aus: Ihre Leistungen steigen um 14 Euro auf 455 Euro monatlich, da für diese Gruppe kein Bestandsschutz gilt. Das Kabinett soll die Maßnahmen am 10. September beschließen. Eine Zustimmung des Bundestags ist nicht erforderlich.