Blockade der Straße von Hormus: Öl-Krise hilft Trumps Wirtschaft

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Washington – Der Iran-Krieg hat der US-Wirtschaft einen unerwarteten Schub verliehen. Während viele Länder unter steigenden Energiepreisen, Inflationssorgen und schwächeren Wachstumsprognosen leiden, profitieren die USA davon, dass sie selbst zum wichtigen Energieexporteur geworden sind. Sie verkaufen Öl sowie Flüssigerdgas in großem Stil ins Ausland.

Besonders in der Eurozone gibt es eine negative Entwicklung: Für 2026 wurde die Wachstumsprognose aufgrund der Energiekrise um 0,4 Prozentpunkte gesenkt. Für die USA jedoch nur um 0,1 Prozent. Der Grund: Während Europa in hohem Maße auf Öl und Flüssiggas angewiesen ist, profitiert die US-Wirtschaft von den Exporten dieser Ressourcen.

Trumps Wirtschaftsplan

Die Auswirkungen des Iran-Krieges messen sich jedoch nicht nur in Zahlen: Trump hat die US-Rolle im globalen Handel und in der Sicherheit völlig neu definiert. In der Vergangenheit waren US-Präsidenten wie George H. W. Bush überzeugt, dass die Kontrolle über den Ölmarkt ein internationaler Sicherheitsfaktor sei. Doch Trump hat einen neuen Ansatz gewählt: „Wir haben genug Öl. Holt euch euer eigenes Öl selbst!“ – das ist seine klare Ansage inmitten der Krise. Wer Öl braucht, solle es aus den USA kaufen.

Anstatt sich als globalen Friedenswächter zu sehen, stärkt er die US-Wirtschaft durch die Kontrolle über Ölressourcen und stärkt die geopolitische Stellung des Landes. Der US-Präsident sieht die „amerikanische Energiemacht“ als strategische Priorität. Das zeigt sich auch in Trumps Handlungen gegenüber Ländern wie Venezuela, wo die USA durch die Kontrolle der Ölquellen nicht nur das Regime in Schach halten, sondern auch den internationalen Einfluss stärken.

Im LNG-Bereich ist die Europäische Union nahezu abhängig von den USA – rund 57 Prozent des benötigten Flüssigerdgases kommen mittlerweile aus Amerika. Für Trump ist das ein klarer strategischer Vorteil, den er gezielt nutzen kann, um politischen Druck auszuüben und seine Interessen in Europa durchzusetzen.

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