BND warnt vor russischen Aktivitäten im Graubereich
Deutschlands Geheimdienst-Chef sieht Russland in einem verdeckten Konflikt mit Deutschland. Zwischen Cyberangriffen, Einschüchterung und Anschlagsplänen verschwimme die Grenze zwischen Krieg und Frieden.
Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes warnt vor einer wachsenden russischen Bedrohung für Deutschland. Diese manifestiere sich nicht in einem klassischen bewaffneten Konflikt, sondern in einer Reihe von verdeckten Operationen, die unter das Radar offener kriegerischer Auseinandersetzungen bleiben.
Zu diesen Aktivitäten zählen gezielt eingesetzte Cyberangriffe auf deutsche Infrastruktur, Einschüchterungskampagnen sowie Erkenntnisse über Pläne für potenzielle Anschläge. Der Geheimdienst-Chef beschreibt diesen Zustand als "Schattenkrieg" – eine Form der Konfrontation, die traditionelle Kategorien von Krieg und Frieden in Frage stellt.
Die Einschätzung unterstreicht eine wachsende Sorge im Sicherheitsestablishment: Die Beziehungen zu Russland befinden sich in einem Zwischenraum, in dem feindselige Operationen stattfinden, ohne dass dies zu einer offenen militärischen Konfrontation eskaliert. Für die deutsche Sicherheitspolitik stellt dies eine neue Herausforderung dar.