Bodensee: Lockerung des Felchen-Fangverbots rückt näher
Nach Jahren ohne Fangfreigabe könnten Bodenseefischer ab 2027 wieder begrenzt Felchen angeln dürfen. Die Bestände erholen sich offenbar. Eine internationale Konferenz entscheidet diese Woche.
Am Bodensee könnte bald wieder Felchenfang möglich sein. Das baden-württembergische Landwirtschaftsministerium signalisierte, die Fischerei auf diese Fischart unter bestimmten Bedingungen freizugeben – vorausgesetzt, der Bestandsaufbau wird nicht gefährdet. Erste Anzeichen deuten darauf hin, dass sich die Felchenbestände stabilisieren.
Über die genauen Maßnahmen beraten sich die Anrainerstaaten Bayern, Baden-Württemberg, Österreich, die Schweiz und Liechtenstein bei der Internationalen Bodensee-Fischereikommission (IBKF). Die Tagung im bayerischen Wasserburg läuft noch bis Donnerstag. Auch die bayerische Regierung unterstützt grundsätzlich eine Rückkehr zu begrenztem Fischfang, um die Berufsfischerei am See zu erhalten.
Wie stark die Regelungen gelockert werden, ist noch unklar. Fachleute rechnen nicht mit einer vollständigen Rückkehr zu den alten Fangregeln. Denkbar sind Kompromisslösungen wie größere Maschenweiten der Netze, reduzierte Netzzahl oder weniger Fangtage pro Saison. Entscheidungen bei der IBKF erfordern Einstimmigkeit aller Beteiligten.