Angst vor Iran-Eskalation: Asiens Börsen unter Druck
Neue Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben am Montag die Aktienmärkte in Asien massiv belastet. Der japanische Nikkei-Index verlor über drei Prozent, Seoul und Shanghai noch deutlicher.
Geopolitische Spannungen im Nahen Osten haben Investoren in Asien verunsichert. Mit neuen Drohungen zwischen Washington und Teheran sowie Aussichten auf andauernde Kampfhandlungen in Israel geriet der Handel unter Druck. Der Nikkei-225 in Tokio fiel um 3,5 Prozent, während Südkoreas Kospi-Index mit minus 6,5 Prozent besonders stark taumelte. Auch Shanghai, Singapur und Sydney verzeichneten deutliche Verluste.
Die Angst der Marktakteure nimmt merklich zu: Der Volatilitätsindex des Nikkei sprang auf knapp 50 Punkte – weit über der psychologischen Schwelle von 20 Punkten, ab der Analysten von Angst an den Märkten sprechen. US-Anleihen wurden als sichere Häfen gesucht, ihre Renditen kletterten auf ein Achtmonatshoch.
Auch außerhalb der Finanzbranche macht sich die Besorgnis breit. Bundesverteidigungsminister Pistolius zeigte sich bei seinem Tokio-Besuch ratlos angesichts von Trumps Ultimatum an den Iran. Die Unsicherheit über die nächsten Schritte in dem Konflikt bleibt das zentrale Risiko für die kommenden Handelswochen.