Brasilien: Vier Sicherheitskräfte wegen Mordkomplott gegen Lula verurteilt
Das Oberste Gericht in Brasília hat vier Militärs und einen Polizisten zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Sie sollen die Tötung von Präsident Lula geplant haben.
Im Zusammenhang mit dem gescheiterten Putschversuch von 2023 hat Brasilien weitere Urteile gefällt: Das Oberste Gericht verurteilte am Dienstag drei Oberstleutnants und einen Polizeibeamten zu Haftstrafen zwischen 21 und 24 Jahren. Die vier Männer gehörten demnach zu einer Eliteeinheit der brasilianischen Armee und sollen Mordpläne gegen Präsident Luiz Inácio Lula da Silva entwickelt haben.
Die Anklage wirft den Verurteilten vor, nicht nur die Ermordung Lulas geplant zu haben, sondern auch einen Puter verhindern zu wollen. Sie waren Teil einer Gruppe, die nach Angaben der Staatsanwaltschaft auch gegen Vizepräsident Geraldo Alckmin und Verfassungsrichter Alexandre de Moraes vorgehen sollten. Die Justiz geht davon aus, dass diese Mordpläne im Kontext des gescheiterten Putschversuchs zu sehen sind.
Der Putsch scheiterte im Januar 2023, als Hunderte Bolsonaro-Anhänger Regierungsgebäude in Brasília stürmten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hätte das Militärkommando einer gewaltsamen Machtübernahme Widerstand entgegengesetzt. Der ehemalige Präsident Jair Bolsonaro war bereits im September zu 27 Jahren Haft verurteilt worden.