Merz nach einem Jahr: Bilanz einer angespannten Koalition
Kanzler Friedrich Merz zieht nach zwölf Monaten im Amt eine durchwachsene Bilanz. Während einige Reformvorhaben vorangehen, häufen sich Streitereien mit dem Koalitionspartner SPD und die Umfragewerte fallen.
Ein Jahr Friedrich Merz als Bundeskanzler: Die Bilanz fällt gemischt aus. Zwar hat die Regierung an mehreren Reformprojekten gearbeitet, doch gleichzeitig plagen die Koalition zunehmend interne Konflikte und sinkende Zustimmungswerte.
Besonders die Kommunikation des Kanzlers steht in der Kritik. Merz kündigte vieles an, konnte aber nicht alle Versprechen einlösen – was Experten zufolge die tatsächlichen Erfolge der Regierung überlagert. Seine provokanten Aussagen führten wiederholt zu Spannungen mit SPD-Vizekanzzler Lars Klingbeil und verstärkten den öffentlichen Eindruck von Uneinigkeit.
Eine gemeinsame Visite zum Truppenübungsplatz sollte jüngst Geschlossenheit demonstrieren. Doch auch dort zeigten sich Risse: Klingbeil musste auf den Kanzler warten, später wurden gemeinsame Gespräche mit Soldaten unterbrochen. Eine Symbolik, die für die aktuell angespannte Lage der Koalition steht.