Bundeswehr rüstet Ausbildungskapazitäten für neuen Wehrdienst massiv auf
Die Streitkräfte stellen sich auf deutlich mehr Grundausbildungsplätze ein. Parallel verschickt die Bundeswehr erste Fragebögen an Angehörige des Jahrgangs 2008.
Die Bundeswehr bereitet sich mit erheblichen Kapazitätserweiterungen auf den ab diesem Jahr geltenden neuen Wehrdienst vor. Wie der Personalchef der Streitkräfte mitteilte, stehen künftig zwischen 35.000 und 40.000 Plätze für die militärische Grundausbildung zur Verfügung – deutlich mehr als in den Vorjahren. Diese Ausbildungsplätze sollen nicht nur für die geplanten 20.000 Wehrdienstler benötigt werden, sondern auch für zusätzliche Fach- und Führungskräfte.
Zum Start des neuen Verfahrens hat die Bundeswehr erste Fragebögen verschickt. Rund 5.000 Schreiben mit QR-Codes gehen an junge Menschen des Jahrgangs 2008, die bereits volljährig sind. Der Online-Fragebogen erfragt Angaben zu Gesundheit, Fitness und Bildung und kann in etwa 15 Minuten ausgefüllt werden. Insgesamt umfasst der Jahrgang etwa 700.000 Personen.
Der neue Wehrdienst ist freiwillig und soll mit besserer Bezahlung und Führerscheinzuschüssen attraktiver gestaltet werden. Die Maßnahme reagiert auf veränderte Sicherheitsbedrohungen und Nato-Ziele. Die Bundeswehr strebt an, ihre aktive Truppe von gut 180.000 auf 260.000 Soldatinnen und Soldaten zu erweitern und zusätzlich 200.000 Reservisten aufzubauen.