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Deutschland fördert CO₂-Abscheidung: Industrie investiert Milliarden

14. Januar 2026· Hitkanal.FM Redaktion

Die Bundesregierung unterstützt erstmals systematisch die Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid. Unternehmen melden Milliardeninvestitionen an – doch Infrastruktur und Speicher fehlen noch.

Deutschland startet ein neues Förderverfahren für Carbon Capture and Storage (CCS). Dabei wird CO₂ während der Produktion abgeschieden und gelagert, statt in die Atmosphäre zu gelangen. Bis Anfang Dezember konnten sich Industrieunternehmen für staatliche Unterstützung anmelden. Dies markiert einen Wendepunkt in der deutschen Klimapolitik, die bisher hauptsächlich auf Emissionsvermeidung setzte.

Die Branche plant erhebliche Investitionen: Für CO₂-Abscheidungsanlagen bis 2035 werden 20 bis 30 Milliarden Euro veranschlagt, für Transportinfrastruktur weitere 15 bis 20 Milliarden Euro. Ein erstes Großprojekt nimmt bereits Gestalt an: Der sogenannte Delta Rhine Corridor soll CO₂ vom Hafen Rotterdam bis nach Ludwigshafen transportieren – ein 700 Kilometer langes grenzüberschreitendes Rohrnetz, das frühestens 2033 in Betrieb gehen soll.

Der Zementhersteller Heidelberg Materials sammelt bereits praktische Erfahrung: Seine Anlage in Norwegen scheidet seit 2025 jährlich 400.000 Tonnen CO₂ ab, die unter der Nordsee gelagert werden. Doch Experten warnen: Derzeit fehlen sowohl die Transportnetze als auch geeignete Lagerstätten. Auch technologische und rechtliche Hürden bremsen den Hochlauf. In Nachbarländern wie Norwegen und den Benelux-Staaten entwickelt sich CCS bereits deutlich schneller als in Deutschland.

H
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