China: Geburtenrate erreicht historisches Tief
Die Volksrepublik verzeichnet die niedrigste Geburtenrate seit ihrer Gründung. Experten warnen vor massiven wirtschaftlichen Folgen durch die schrumpfende Bevölkerung.
Chinas Bevölkerungskrise verschärft sich weiter: Im vergangenen Jahr wurden dort nur noch 7,92 Millionen Babys geboren. Dies entspricht einer Quote von 5,63 Geburten pro 1000 Einwohner – ein noch nie dagewesenes Tief. Gleichzeitig verstarben 11,31 Millionen Menschen, was eine Sterbequote von 8,04 pro 1000 Einwohner bedeutet.
Der negative Trend hält an: Zum vierten Jahr in Folge verzeichnet das bevölkerungsreichste Land der Welt einen Bevölkerungsrückgang. Auch die Eheschließungen erreichten einen Rekordstand im negativen Sinne. Besonders bemerkenswert ist die stetige Verschlechterung – noch 2023 lag die Geburtenrate bei 6,39 pro 1000 Einwohner.
Die Regierung versucht gegenzusteuern: Sie erhöhte finanzielle Leistungen für Eltern und erhob sogar höhere Steuern auf Kondome. Diese Maßnahmen folgen auf die Abschaffung der Einkindpolitik im Jahr 2016 und die Erlaubnis für drei Kinder ab 2021. Experten rechnen jedoch mit dramatischen Folgen: Bis zum Jahr 2100 könnte Chinas Bevölkerung von derzeit 1,4 Milliarden auf etwa 800 Millionen Menschen sinken – ein Problem für die wirtschaftliche Stabilität des Landes.