Merz besucht chinesisches Robotik-Startup – Besuch löst Kritik aus
Bundeskanzler Merz hat sich während seiner Chinareise ein Robotik-Unternehmen angeschaut. Der Besuch ist aus deutscher Perspektive problematisch – es geht um Subventionen und militärische Nutzung.
Während seiner Reise nach China besuchte Bundeskanzler Friedrich Merz das Robotik-Startup Unitree in Hangzhou. Dort konnte er sich humanoide Kampfroboter ansehen. Für das junge Unternehmen und die chinesische Regierung ist so ein Besuch ein großer PR-Erfolg auf internationaler Bühne.
Allerdings gibt es aus deutscher Sicht mehrere Gründe für Skepsis: Peking fördert die Robotikindustrie mit massiven staatlichen Mitteln – ein Vorgehen, das Berlin regelmäßig als unfairer Wettbewerbsvorteil kritisiert. Hinzu kommt, dass China die Grenze zwischen ziviler und militärischer Nutzung von Hochtechnologie systematisch verwischt. Unitree-Roboter wurden bereits bei Militärübungen mit bewaffneten Systemen getestet.
Das US-Verteidigungsministerium hatte Unitree deshalb auf eine schwarze Liste gesetzt und dem Unternehmen vorgeworfen, Chinas Militär zu unterstützen – zog diese Liste aber schnell wieder zurück. Unitree selbst betont, ein rein ziviles Unternehmen zu sein.