Sie gilt als eine Comedienne, der nichts zu peinlich ist. Gerade feiert Megan Stalter in der neuen Staffel von »Hacks« Erfolge, zuvor war sie in Lena Dunhams Netflix-Serie »Too Much« zu sehen. Darin brillierte sie als romantische komische Heldin – obwohl sie nicht normschön ist, so wie das eigentlich im RomCom-Genre üblich ist.
Der britischen Tageszeitung »The Observer« gab die US-Schauspielerin nun ein bemerkenswertes Interview. Darin ging es zum einen um ihre außergewöhnliche Peinlichkeitstoleranz und zum anderen um ihren unerschütterlichen christlichen Glauben.
Stalter erklärte der Interviewerin: »Es ist mir egal, ob ich Leute peinlich berühre.« Bei einer früheren Begegnung mit der Journalistin hatte die Künstlerin bereits deutlich gemacht, wie sie mit Leuten umgeht, die sich über ihre Figur mokieren: »Wenn du auf meinem Instagram-Account einen Kommentar hinterlässt und sagst, dass ich fett bin, dann bist du wohl in mich verliebt und willst Sex mit mir haben.«
Die 35-Jährige hat das Zeug dazu, die neue Queen of Cringe Comedy zu werden, darin ist sich die Fachwelt einig. Umso erstaunlicher ist ihr christlicher Hintergrund. In ihrer Heimatstadt Cleveland, Ohio, wurde sie immer von der Großmutter mit in die Kirche ihrer Pfingstgemeinde genommen, als Teenagerin ging sie nach Peru auf Mission. Im Zeitungsinterview erinnert sie sich an diese Zeit so: »Ich war sehr emotional, ich war den Tränen nahe. Ich versuchte nicht lustig zu sein. Ich versuchte mich von Herzen zu öffnen und zu erklären, wie Gott mein Leben verändert hat.«
In ihren ersten Gehversuchen als Stand-Up-Künstlerin in New York trat sie unter der Woche in Comedy-Clubs auf und ging jeden Sonntag in die Kirche. »Comedy bringt mich Gott näher«, sagt Stalter. Sie sei ein »god girl«; auch ihre sexuelle Orientierung habe sie nicht vom Glauben abgebracht.
Stalter identifiziert sich als bisexuell und konkretisiert im Interview: »aber überwiegend gay«. Andere mögen in ihr einen wandelnden Widerspruch sehen – sie hat für sich Humor, Religion und Sex perfekt austariert. Sie sagt: »Ich glaube an Jesus und an Gott, und ich bin gay.«



