Dänemark: Frederiksen scheitert bei Regierungsbildung
Nach über sechs Wochen Verhandlungen hat Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen ihren Versuch aufgegeben, eine neue Koalition zu schmieden. Der König empfängt nun alle Parteien.
In Dänemark ist die Regierungsbildung nach der Parlamentswahl im März ins Stocken geraten. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat ihren Versuch aufgegeben, eine funktionsfähige Koalition zusammenzustellen, nachdem intensive Verhandlungen über mehr als anderthalb Monate hinweg zu keinem Ergebnis führten.
Frederiksen hatte zunächst das Mandat erhalten, mit der sozialistischen Volkspartei und den Linksliberalen zu verhandeln. Parallel führte sie Gespräche mit ihren bisherigen Koalitionspartnern – den Rechtsliberalen und der Mitte-Partei Moderaterne unter Lars Løkke Rasmussen. Letzterer teilte jedoch mit, dass er künftig Troels Lund Poulsen, den Chef der rechtsliberalen Venstre, als Verhandlungsleiter unterstützt.
Nun findet eine zweite sogenannte Königsrunde statt, bei der König Frederik X. alle Parlamentsparteien empfängt. Diese äußern ihre Präferenzen für den nächsten Verhandlungsführer. Mit der Unterstützung durch Rasmussen dürfte Poulsen gute Chancen haben, in diese Rolle zu rücken – möglicherweise um eine konservative Koalition zu bilden.