Dänemark startet Europas erstes großes CO2-Lagerprojekt
In der Nordsee beginnt ein ehrgeiziges Experiment: Dänemark will klimaschädliches Kohlendioxid dauerhaft unter dem Meeresboden einlagern. Das Projekt Greensand soll zum Vorbild für ganz Europa werden.
Dänemark hat ein Pilotprojekt gestartet, das in der Europäischen Union Maßstäbe setzen soll. Unter dem Namen Greensand wird erstmals CO2 in größerem Umfang in geologischen Formationen unter der Nordsee eingelagert. Das Gas soll dort dauerhaft gebunden bleiben und somit nicht mehr in die Atmosphäre gelangen.
Das Verfahren gilt als vielversprechender Weg, um Emissionen zu reduzieren, die sonst durch Industrie und andere Quellen entstehen. Wenn das Projekt erfolgreich ist, könnte es als Blaupause für weitere Speicherstätten in Europa dienen und zusätzliche Kapazitäten für die Lagerung von Treibhausgasen schaffen.
Allerdings ist das Vorhaben nicht unumstritten. Kritiker äußern Bedenken bezüglich möglicher Risiken und der langfristigen Sicherheit dieser Lagermethode. Trotzdem sehen Befürworter in Greensand einen wichtigen Schritt im Kampf gegen den Klimawandel.