Staatsanwaltschaft will Vorwürfe gegen Klette teilweise fallen lassen
Im Prozess gegen die ehemalige RAF-Terroristin Daniela Klette sollen fünf Raubüberfälle nicht mehr verhandelt werden. Die Anklage begründet dies damit, Zeugen entlasten zu wollen.
Die Staatsanwaltschaft hat beim Landgericht Verden beantragt, fünf der Raubüberfälle aus der Anklage gegen Daniela Klette zu streichen. Betroffen sind Überfälle in Löhne, Celle, Stade, Elmshorn und Northeim. Mit diesem Schritt sollen Zeugen von einer Aussage vor Gericht verschont bleiben, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte.
Sollte das Gericht dem Antrag entsprechen, würden acht Überfälle auf Geldtransporter und Supermärkte noch im Verfahren verhandelt. Das Gericht könnte bereits in der kommenden Woche über den Antrag entscheiden. Gleichzeitig könnte dies den Prozess beschleunigen, der derzeit bis Mitte 2026 angesetzt ist.
Die 67-jährige Klette steht seit März vor Gericht. Ihr wird vorgeworfen, mit ihren Komplizen zwischen 1999 und 2016 mehrere Überfälle begangen zu haben, um ihre Existenz im Untergrund zu finanzieren. Die mutmaßliche Beute soll sich auf über 2,7 Millionen Euro belaufen. Von Klettes Mitangeklagten Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub fehlt weiter jedes Zeichen.