Defekt macht es möglich: Diesel für 1,20 Euro! Ansturm auf Tankstelle

Defekt macht es möglich: Diesel für 1,20 Euro! Ansturm auf Tankstelle

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Bünde (Nordrhein-Westfalen) – Seit Beginn des aktuellen Krieges im Nahen Osten klettern die Preise für Benzin und Diesel immer weiter herauf. Kein Wunder, dass Autofahrer jede Gelegenheit nutzen, den Sprit günstiger zu bekommen. Das sorgte am Mittwochabend in der nordrhein-westfälischen Stadt Bünde für kuriose Szenen. Eine SB-Tankstelle wurde überrannt.

Denn das Preisschild der SB-Tankstelle Dreyer in Bünde (Nordrhein-Westfalen) zeigte am Mittwochabend 1,20 Euro für den Liter Diesel. So günstig tanken Autofahrer gerade nirgendwo in Deutschland – nicht mal im Ausland. Schnell bildeten sich lange Schlangen. Autos standen Stoßstange an Stoßstange bis auf die Straße. Ein Augenzeuge in einem Video, das in sozialen Netzwerken kursiert: „Guckt euch diese Schlange an … es ist katastrophal voll.“ Doch nicht nur Autos kamen.

In dem Video ist ein Gabelstapler mit einem Industrietank zu sehen

In dem Video ist ein Gabelstapler mit einem Industrietank zu sehen

Das Video dokumentiert die skurrilen Szenen. Ein Gabelstapler fährt auf das Gelände der Tankstelle. Auf der Gabel transportiert er einen IBC-Container. Damit lassen sich deutlich mehr Liter abzapfen, als in einen gewöhnlichen Tank eines Autos. Auch andere kamen mit Transportern und Kanistern, um den günstigen Diesel in großen Mengen zu ergattern. Der Preis lockte viele an, die den hohen Spritpreisen entgehen wollten. Auf dem Boden liegen verschiedene Behältnisse verteilt.

90 Minuten Schnäppchenpreis

Ursache für den günstigen Preis war laut Inhaber ein Defekt in der automatischen Preisverstellung, wie er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) sagte. Erst als ein Nachbar den Inhaber informierte, fiel der Fehler auf. Der Preis wurde manuell korrigiert. Der Inhaber zieht in der NOZ Bilanz: Etwa 90 Minuten lang konnten die Kunden zum falschen Preis tanken. Auf den finanziellen Schaden reagiert der Betreiber gefasst. Er verbuche den Fehler als ärgerliches technisches Versagen, heißt es in dem Bericht.

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