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Schienenmaut-Reform verzögert sich: Drohen höhere Zugtickets?

15. Mai 2026· Hitkanal.FM Redaktion

Ein Gerichtsurteil zwingt zur Neuberechnung der Schienenbenutzungsgebühren. Weil die Bundesregierung die geplante Reform bislang nicht umgesetzt hat, könnten Fahrgäste im Regionalverkehr ab 2025 deutlich mehr zahlen.

Die Ticketpreise im Zugverkehr könnten bald kräftig anziehen. Grund ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs aus dem April, das bisherige Preisregelungen für die Schienenbenutzung für ungültig erklärte. Betroffen sind die sogenannten Trassenpreise, also die Gebühren, die Bahnunternehmen an den Netzbetreiber DB InfraGO zahlen müssen.

Bislang war der Nahverkehr von stärkeren Preiserhöhungen weitgehend verschont geblieben. Mit der Neukalkulation für 2025 und 2026 könnte sich das ändern. Da die Schienenmaut einen wesentlichen Kostenblock für Ticketverkäufe darstellt, drohen Fahrpreiserhöhungen oder sogar Streichungen von Verbindungen. Verkehrsminister Patrick Schneider hatte die Reform der Trassenpreise zwar im Koalitionsvertrag festgeschrieben, ist mit der Umsetzung aber bislang kaum vorangekommen.

Experten warnen, dass eine Verzögerung das Problem verschärfen könnte. Je länger die Bundesregierung mit einer neuen Regelung wartet, desto größer wird der Anpassungsdruck auf die Bahnbetreiber und damit auf die Fahrgäste.

H
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