Deutsche Soldaten auf Grönland gelandet

Deutsche Soldaten auf Grönland gelandet

Mit polnischem Flieger aus Dänemark: Deutsche Soldaten auf Grönland gelandet

Um 17.50 Uhr deutscher Zeit landete die Boeing 737 mit den deutschen Soldaten auf Grönland

Um 17.50 Uhr deutscher Zeit landete die Boeing 737 mit den deutschen Soldaten auf Grönland

Nuuk (Grönland) – Die ersten deutschen Soldaten sind in Grönlands Hauptstadt Nuuk angekommen. Um 14.50 Uhr Ortszeit (17.50 Uhr deutscher Zeit) landete die in Polen gecharterte Zivilmaschine auf dem Verkehrsflughafen von Nuuk. An Bord waren neben den 15 Soldaten der Bundeswehr auch dänische Soldaten. Gestartet war das Flugzeug vom dänischen Militärflugplatz Karup.

Geführt wird die Mission nach BILD-Informationen von Stefan Dieter Pauly, Flottillenadmiral der Marine der Bundeswehr und seit Juni 2022 Commander Surface Forces NATO

Die Soldaten erreichten Nuuk mit einem Tag Verspätung: Ursprünglich war geplant, dass die Bundeswehr ihre Soldaten selbst nach Grönland bringt. Sie sollten gestern mit einem A400M der Luftwaffe fliegen. Nun saßen sie in einer von Dänemark in Polen gecharterten Boeing 737.

BILD-Reporter waren dabei: Hier landen die deutschen Soldaten auf Grönland

Quelle: BILD

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Es geht um eine gemeinsame Übung mit Dänemark

An Bord waren 15 Angehörige der Streitkräfte – von Luftwaffe, Marine und Heer. „Es sind erfahrene Soldaten, darunter Logistiker, Experten für Lufttransport“, sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums zu BILD. Ihr Auftrag: Unter dänischer Führung erkunden, wie man eine gemeinsame Großübung auf Grönland durchführen kann – auf Einladung Dänemarks und ausdrücklich noch nicht als Nato-Übung. Wie lange die Bundeswehr-Soldaten auf Grönland bleiben sollen, ist noch unklar.

Die deutschen Soldaten nach der Landung in Nuuk am Freitagnachmittag

Die deutschen Soldaten nach der Landung in Nuuk am Freitagnachmittag

Deutsche Soldaten an Bord: Bundeswehr auf dem Weg nach Grönland

Quelle: AP, Reuters, NonstopNews

Aber: Nach BILD-Informationen soll auch erkundet werden, ob es eine ständige Nato- oder Alliierten-Operation rund um Grönland geben kann. Vorbild könne die Nato-Operation „Baltic Sentry“ (Baltischer Wächter) in der Ostsee sein. Interner Arbeitstitel der Operation daher nun: „Arctic Sentry“.

Die Nato-Verteidigungsminister könnten dann, so hieß es gegenüber BILD, im Februar auf ihrem Gipfel in Brüssel konkrete Schritte beschließen. Dazu müssten dann aber auch die USA eingeladen werden. „Wir sondieren jetzt vor Ort, um den USA ein handfestes und starkes Schutzkonzept für die strategisch wichtige Region im Norden vorlegen zu können“, sagte ein mit der Materie Vertrauter zu BILD.

Dänische Soldaten sind auf Grönland stationiert (Archivfoto)

Dänische Soldaten sind auf Grönland stationiert (Archivfoto)

Soldaten reisen unbewaffnet an

Nicht im Gepäck der Bundeswehr: Schusswaffen. Wie BILD erfuhr, kommen die Soldaten unbewaffnet nach Grönland – schließlich handelt es sich um eine Erkundungsmission. Die Bundeswehrsoldaten sollen mit Soldaten aus Dänemark und Soldaten aus Frankreich, Großbritannien, Schweden, Finnland, Norwegen und den Niederlanden die Lage erkunden. Es gehe, so der Sprecher des Verteidigungsministeriums, darum, zu erkunden, „was theoretisch machbar wäre und was schon jetzt möglich ist“.

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Koordiniert wird die Erkundungsmission vom Arktischen Kommando der dänischen Armee am Stadtrand von Nuuk. Dort hat man in den vergangenen beiden Tagen hektisch umgeräumt und Platz gemacht für die Verbündeten. Immerhin ist das Essen schon da: Im Eingang werden kalte Burger in Plastikpackungen gelagert. Die dänischen Soldaten geben sich kühl und keine Infos zum Einsatz. Freuen sie sich auf die deutschen Soldaten? „Wir werden hier nicht viel mit ihnen zu tun haben.“ Bedeutet: Die werden sich in Nuuk und anderen Insel-Teilen umsehen.

Ein Soldat zu BILD: „Es ist schon anders im Moment hier, mit so vielen Soldaten aus so vielen Ländern.“

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