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Deutschland laviert zwischen Ablehnung und Pragmatismus gegenüber Afghanistan

14. August 2026· Carolin Hausmann

Fünf Jahre nach der Rückkehr der Taliban verfolgt Berlin eine widersprüchliche Politik: Keine diplomatische Anerkennung, aber Verhandlungen über Abschiebungen. Gleichzeitig versucht die Regierung, Hilfsmaßnahmen vor Ort fortzusetzen.

Die Taliban sind seit fünf Jahren wieder an der Macht in Afghanistan. Während die Bundesregierung das Regime nicht offiziell anerkennt, führt sie dennoch vertrauliche Gespräche mit Vertretern des Landes. Ziel dieser diplomatischen Kontakte ist es, eine rechtliche Grundlage für Abschiebungen von Afghanen aus Deutschland zu schaffen.

Dieses Vorgehen offenbart einen Balanceakt der deutschen Außenpolitik: Einerseits werden die Taliban als illegitime Machthaber behandelt, andererseits wird mit ihnen verhandelt, um Migration zu steuern. Die Regierung rechtfertigt dies mit sicherheitspolitischen und migratorischen Interessen.

Bei der humanitären Hilfe wählt Berlin dagegen einen anderen Kurs. Statt direkter Kontakte mit dem Taliban-Regime versucht die Bundesregierung, Unterstützung über alternative Kanäle zu organisieren – etwa durch internationale Organisationen und Nichtregierungsorganisationen.

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