Deutschland nimmt belarussische Oppositionelle auf
Bundesinnenminister Dobrindt kündigt die Aufnahme von Maria Kalesnikava und Viktor Babariko an. Die beiden Oppositionellen waren Teil eines Gefangenenaustausches zwischen Belarus und den USA.
Deutschland wird die freigelassenen belarussischen Oppositionsfiguren Maria Kalesnikava und Viktor Babariko aufnehmen. Das kündigte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt am Sonntag an und beschrieb beide als herausragende Vertreter der Demokratiebewegung in Belarus.
Kalesnikava und Babariko gehörten zu 122 Gefangenen, die am Samstag im Rahmen eines Abkommens zwischen Belarus und den USA freigelassen wurden. Damit wurden bedeutende Gegner des belarussischen Regimes unter Lukaschenko aus der Haft entlassen. Unter den Freigelassenen war auch der Friedensnobelpreisträger Ales Beljazki.
Nach ihrer Entlassung wurden die Oppositionellen in verschiedene Länder gebracht. Kalesnikava ist zunächst in der Ukraine angekommen, während Beljazki nach Litauen gebracht wurde. Mit der Aufnahme von Kalesnikava und Babariko signalisiert die Bundesregierung ihre Unterstützung für die demokratische Opposition in Belarus.