DFB-Pokalfinale: Bayern-Fans mit provokanter Choreo
Vor dem Pokalfinale sorgte eine Choreografie der Bayern-Fans für Aufsehen: Ein Kind mit Pokal und Zigarette – eine freche Interpretation des Münchner Wappensymbols.
Beim DFB-Pokalfinale in Berlin präsentierten die Bayern-Anhänger in ihrer Kurve eine großformatige Choreografie mit der Aufschrift "Rekordpokalsieger". Das Besondere: Im Mittelpunkt der Darstellung thronte ein Kind mit dem Pokal in der Hand – und einer Kippe im Mundwinkel. Das ungewöhnliche Motiv zog sofort die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich.
Bei der Figur handelt es sich um das "Münchner Kindl", das traditionelle Wappensymbol Münchens. Ursprünglich basierte das Stadtwappen auf einem Mönch, der auf ein früheres Kloster hinweisen sollte. Im Laufe der Jahrhunderte wandelte sich die Darstellung: Seit dem 16. Jahrhundert interpretierten Künstler die Figur zunehmend als Kind, der Begriff "Münchner Kindl" entstand 1727. Später entwickelte sich das Junge sogar zu einem Mädchen – jene Version, die heute bekannt ist.
Die Bayern-Ultras nutzten dieses Symbol jedoch in provokanter Weise: Mit Pokal und Zigarette wirkte ihr Münchner Kindl wie eine rebellische Karikatur der Stadt. Die Aktion wurde schnell zum Gesprächsthema in den sozialen Medien.