Die emotionale Symbolik von Alexej Nawalnys Witwe: „Der schlimmste Tag meines Lebens“

Die emotionale Symbolik von Alexej Nawalnys Witwe: „Der schlimmste Tag meines Lebens“

Die emotionale Symbolik von Nawalnys Witwe: „Der schlimmste Tag meines Lebens“

Vor zwei Jahren erfuhr sie auf der Münchner Sicherheitskonferenz vom Tod ihres Mannes

Julia Nawalnaja erfuhr am 16. Februar 2024 auf der Münchner Sicherheitskonferenz vom Tod ihres Mannes Alexej. Kurz darauf wendete sie sich in einer Rede an die Weltöffentlichkeit

Julia Nawalnaja erfuhr am 16. Februar 2024 auf der Münchner Sicherheitskonferenz vom Tod ihres Mannes Alexej. Kurz darauf wendete sie sich in einer Rede an die Weltöffentlichkeit

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Sie hatte nasse Augen, doch ihr Blick war fest – genau wie ihre Haltung. Julia Nawalnaja war am 16. Februar 2024 zu Gast bei der Münchner Sicherheitskonferenz, als die schreckliche Nachricht kam: Ihr Mann Alexej Nawalny ist tot. Mit nur 47 Jahren starb er im russischen Straflager „Polarwolf“. Daraufhin gaben die Veranstalter eine Programmänderung bekannt, um seiner Ehefrau die Möglichkeit zu geben, vor der Konferenz zu sprechen.

„Was hätte Alexej getan?“

Im blauen Blazer stand sie sichtlich verletzt und tief getroffen vor einem internationalen Polit-Publikum. Das empfing sie mit Standing Ovations und einem großen Respekt, der Julia Nawalnaja durch ihre schwersten Stunden trug. „Ich habe überlegt: Soll ich hier vor Ihnen stehen oder soll ich zu meinen Kindern zurückgehen? Und dann habe ich mich gefragt: Was hätte Alexej an meiner Stelle getan? Und ich bin sicher, dass er hier auf dieser Bühne stehen würde“, sagte sie mit fester Stimme.

Ihre Augen waren gerötet und voller Tränen

Ihre Augen waren gerötet und voller Tränen

Zwei Jahre später ist die Witwe von Putins härtestem Kritiker wieder auf der Sicherheitskonferenz in München. Auch dieses Mal hält sie eine Rede mit emotionaler Symbolik und mit einer Botschaft, die wohl kaum jemanden überrascht – die aber dennoch schockiert: Alexej Nawalny starb keines natürlichen Todes, er wurde vergiftet! Das wurde jetzt bewiesen. Seine sterblichen Überreste enthielten Epibatidin, das Gift eines Pfeilgiftfrosches, das eine 200-mal so starke Wirkung hat wie Morphium.

„Damals waren es nur Worte“

„Vor zwei Jahren war der schlimmste Tag meines Lebens“, sagte Julia Nawalnaja am Samstag in Anwesenheit des deutschen Außenministers Johann Wadephul. „Ich war hier in München und erfuhr vom Tod meines Mannes. Ich ging auf die Bühne und sagte, dass es Wladimir Putin war, der meinen Mann, Alexej Nawalny, getötet hat. Was hätte sonst mit dem jungen, charismatischen Führer der russischen Opposition in Putins Gefängnis passieren können? Natürlich war ich sicher, dass es Mord war. Aber damals waren es nur Worte. Und heute sind diese Worte zu einem wissenschaftlich bewiesenen Fakt geworden.“

Julia Nawalnaja spricht über die Todesursache von ihrem Mann Alexej

Julia Nawalnaja spricht über die Todesursache von ihrem Mann Alexej

Und sie wiederholte sinngemäß, was sie auch schon vor zwei Jahren der Weltöffentlichkeit erzählte: „Natürlich ist es keine Neuigkeit, dass Wladimir Putin ein Mörder ist. Aber jetzt haben wir einen weiteren direkten Beweis dafür. Und ich hoffe sehr, dass er eines Tages auf der Anklagebank sitzen und für alles, was er über die Jahre getan hat, zur Rechenschaft gezogen wird.“

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