Stefan Liebich verlässt Die Linke nach 35 Jahren
Der ehemalige Bundestagsabgeordnete und langjährige Reformer Stefan Liebich tritt aus der Linkspartei aus. Der 53-Jährige will sich künftig in den USA engagieren.
Stefan Liebich beendet nach dreieinhalb Jahrzehnten seine Mitgliedschaft in der Linkspartei. Der frühere Bundestagsabgeordnete begründet seinen Austritt damit, dass er sich nun vollständig seinem Leben in den USA widmen möchte. Ab Januar 2026 will der 53-Jährige dort die Demokratische Partei unterstützen.
Liebich war jahrelang als Vermittler zwischen der Linken und anderen Parteien wie SPD und Grünen bekannt. Als Befürworter von Regierungsfähigkeit prägte er die strategische Ausrichtung der Partei. In seinem Abschiedsbrief würdigt er die historische Leistung der aus der DDR-Staatspartei SED hervorgegangenen Partei, die den Stalinismus überwunden habe.
Mit Blick auf die Zukunft empfiehlt Liebich der Linken, sich auf Koalitionen links der Mitte zu konzentrieren. Nur so könne es Alternativen zu schwarz-blauen Regierungsbündnissen geben. Die Partei selbst beschreibt Liebich als derzeit in guter Verfassung, betont aber: Deutschland benötige weiterhin eine Partei des demokratischen Sozialismus.