Dieter Bohlen: Konzerte in Litauen abgesagt
Nach massiven Protesten wegen seiner Russland-Äußerungen muss der Poptitan seine geplanten Auftritte in Litauen absagen. Aktivisten kritisieren seine wirtschaftliche Sichtweise auf den Krieg.
Dieter Bohlen wird nicht in Litauen auftreten. Die beiden für Vilnius und Kaunas geplanten Konzerte des 72-Jährigen sind kurzfristig abgesagt worden – nur einen Tag nach ihrer Ankündigung. Grund für die Absage sind heftige Proteste gegen den deutschen Künstler.
Ausgelöst wurde der Konflikt durch ein Interview vom November 2025, in dem Bohlen sich zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland äußerte. Er beschrieb die Handelsbeziehungen als "Dreamteam" und betonte, dass Deutschland günstig zu Energie kam. Mit einer Anspielung auf seine ehemalige Band Modern Talking sagte Bohlen, diese erfolgreiche Partnerschaft sei nur "aus moralischen Gründen" aufgegeben worden.
In Litauen stieß diese Sichtweise auf massive Kritik. Das baltische Land zählt zu den stärksten Unterstützern der Ukraine und reagiert besonders sensibel auf Aussagen, die als russlandfreundlich wahrgenommen werden können. Aktivisten und Menschenrechtler starteten daraufhin einen großen Protest in den sozialen Netzwerken, worauf der Veranstalter die Konzerte strich. Zu Bohlens Statements äußerte sich der Künstler gegenüber Medien nicht.