Buyer war in vier Fällen wegen Wertpapierbetrugs verurteilt worden. Die US-Behörden hatten ihm vorgeworfen, vertrauliche Informationen über bevorstehende Firmenübernahmen genutzt zu haben, um gewinnbringende Aktiengeschäfte zu tätigen. Er soll von Kunden seiner Beratungsfirma informiert worden sein, die er nach seinem Ausscheiden aus dem Kongress gegründet hatte.
Nach Angaben der US-Börsenaufsicht SEC erfuhr Buyer so etwa von den Plänen des Mobilfunkkonzerns T-Mobile zur Übernahme von Sprint, bevor diese öffentlich bekannt wurden. Daraufhin kaufte er Sprint-Wertpapiere im Wert von rund 568.000 Dollar. Nach Bekanntgabe der Fusion erzielte er laut SEC einen Gewinn von mehr als 107.000 Dollar.
2019 soll Buyer außerdem erfahren haben, dass das Beratungsunternehmen Guidehouse den Konkurrenten Navigant übernehmen wolle. Daraufhin investierte er nach Angaben der Behörde mehr als eine Million Dollar in Navigant-Aktien und machte nach Bekanntwerden des Deals einen Gewinn von rund 227.000 Dollar.
Trump würdigte in seinem Begnadigungserlass Buyers Karriere als Jurist in der US-Armee sowie dessen langjährige Tätigkeit im Repräsentantenhaus. Buyer war erstmals 1992 in den Kongress gewählt worden und schied 2010 aus der Politik aus. Sein Anwalt hatte die Vorwürfe gegen Buyer bei Anklageerhebung zurückgewiesen.



