Florida bekommt einen »President Donald J. Trump International Airport«: Der republikanische Gouverneur des Bundesstaates, Ron DeSantis, hat am Montag ein entsprechendes Gesetz unterzeichnet. Damit ist der Weg frei für die Umbenennung des Palm Beach International Airport.
Das Anwesen Mar-a-Lago des US-Präsidenten liegt in der Nähe des Flughafens. Der Plan für die Umbenennung war bereits im Februar von Repräsentantenhaus und Senat in Florida abgesegnet worden. In beiden Kammern haben die Republikaner die Mehrheit.
Die oppositionellen Demokraten kritisierten den Schritt. Die demokratische Vorsitzende der Minderheitsfraktion im Repräsentantenhaus, Fentrice Driskell, bezeichnete die Maßnahme US-Medienberichten zufolge als Fehlleitung der Prioritäten: Die republikanischen Spitzenpolitiker im Bundesstaat hätten beschlossen, »fünf Millionen Dollar Ihrer Steuergelder dafür zu verschwenden, einen Flughafen nach dem Präsidenten umzubenennen«, schrieb Driskell demnach in einer Erklärung. Das sei nicht im Interesse der Menschen in Florida. »Es ist offensichtlich, dass den Republikanern in Tallahassee politische Effekthascherei wichtiger ist als Ihr Geldbeutel.«
Am 1. Juli soll es soweit sein
Die republikanische Senatorin Debbie Mayfield hatte den Entwurf eingebracht. Sie argumentiert, Trump gebühre die Ehre, weil er hart gegen illegale Einwanderung vorgegangen sei und außerdem Kanada sowie Mexiko dazu gezwungen habe, den Fentanyl-Schmuggel in die USA einzudämmen. Während der Plenarsitzung am 19. Februar sagte Mayfield laut US-Medien: »Es ist mir eine Ehre, diesen Gesetzentwurf zur Umbenennung des Palm Beach International Airport nach dem ersten Einwohner Floridas, der zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde, vorzulegen.« (Mehr zum Personenkult um Trump lesen Sie hier. )
Im vergangenen Jahr hatte Florida bereits ein Grundstück in der Innenstadt von Miami für die Präsidentenbibliothek von Donald Trump zur Verfügung gestellt. Trump stammt aus New York. 2019 zog er jedoch nach Florida und hat nun seinen Hauptwohnsitz in seinem Anwesen Mar-a-Lago in West Palm Beach.
Auch die Trump-Regierung selbst hat bereits Orte umbenannt – und etwa aus dem Golf von Mexiko den Golf von Amerika gemacht. Den höchsten Berg Nordamerikas, den Denali in Alaska, benannte sie per Dekret wieder in Mount McKinley um. Und das renommierte Kennedy Center in Washington heißt inzwischen »Trump-Kennedy Center«.



