»No Kings«-Proteste: Tausende demonstrieren gegen Trump in Washington
Unter dem Motto »Keine Könige« sind am Wochenende Zehntausende in der US-Hauptstadt auf die Straße gegangen. Es ist Teil einer landesweiten Protestwelle mit über 3000 Kundgebungen.
In Washington D.C. haben sich am Wochenende Zehntausende zu einer großen Demonstration versammelt. Unter dem Motto »No Kings« – »Keine Könige« – protestieren Aktivisten gegen die aktuelle politische Situation in den USA. Die Organisatoren berichten von insgesamt über 3000 gleichzeitig stattfindenden Kundgebungen im ganzen Land.
Die Demonstrierenden äußern ihre Kritik an vielen Themen gleichzeitig: Korruption in der Regierung, Klimapolitik, die jüngste Eskalation im Konflikt mit dem Iran, sowie Migrationspolitik und Abschiebungen. Ein einzelnes politisches Forderungspapier gibt es nicht – vielmehr geht es um eine grundsätzliche Ablehnung der gegenwärtigen Machtstrukturen, wie Teilnehmende in Interviews deutlich machen.
Die Proteste sind bemerkenswert auch in ihrer Größenordnung: Experten sehen darin ein Zeichen für weit verbreitete Unzufriedenheit, die über traditionelle linke Kreise hinausgeht. Die zentrale Frage für die Organisatoren wird nun sein, ob sie diese Proteststimmung in politische Wahlergebnisse umwandeln können – die nächsten Midterm-Wahlen stehen im Herbst an.