Donald Trump: US-Demokrat Al Green aus Saal geführt – wegen »Schwarze Menschen sind keine Affen«-Schild
»Schwarze Menschen sind keine Affen«: Der demokratische Abgeordnete Al Green hielt bei der Jahresansprache des US-Präsidenten ein Schild mit diesen Worten hoch. Es war nicht das erste Mal, dass er die große Bühne zum Protest nutzte.
Al Green mit seinem Protestschild, als Donald Trump an ihm vorbeigeht: »Schwarze Menschen sind keine Affen«
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Kenny Holston / The New York Times / dpa
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US-Präsident Donald Trump hatte gerade erst den Saal betreten, da setzte der demokratische US-Abgeordnete Al Green zum Protest an: Der 78-Jährige hielt ein Schild mit der Aufschrift »Schwarze Menschen sind keine Affen« in die Höhe. Mehrere Republikaner versuchten, die Sicht auf das Schild zu versperren oder es Green ganz wegzunehmen. Der Demokrat wurde schließlich aus dem Saal geführt.
Anfang Februar hatte Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social ein Video geteilt, in dem der frühere demokratische Präsident Barack Obama und dessen Ehefrau Michelle Obama als Affen dargestellt wurden – ein klassisches rassistisches Mittel zur Beleidigung und Herabwürdigung schwarzer Menschen. Das Weiße Haus versuchte daraufhin zunächst, den heftig kritisierten Beitrag zu rechtfertigen. Nach einer Welle der Entrüstung wurde der Post auf Trumps Account schließlich gelöscht. Die Schuld wurde einem Mitarbeiter gegeben (mehr dazu hier).
Green war bereits in der Vergangenheit mit Protesten gegen Trump aufgefallen: Im März 2025 unterbrach er eine Rede des US-Präsidenten im Kongress mit lauten Buh-Rufen und warf ihm vor, »kein Mandat« zu haben. Auch damals wurde Green von der Sitzung ausgeschlossen.
Al Green wird während Trumps Rede am Dienstagabend (Ortszeit) aus dem Saal geführt
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Matt Rourke / AP
In der Rede zur Lage der Nation, der sogenannten State of the Union, gibt der Präsident alljährlich einen Ausblick auf den von ihm angestrebten Kurs für die Vereinigten Staaten. Mehr über Trumps diesjährige Rede erfahren Sie hier im Überblick.
Green war nicht der einzige Demokrat, der gegen Trump protestierte. Die Abgeordnete Ilhan Omar warf ihm lautstark vor, ein Lügner zu sein; er solle sich schämen. Mehr als 20 Abgeordnete und Senatoren boykottierten die Rede des Präsidenten. Zudem luden sie mehrere Frauen ein, die dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein Missbrauch vorwerfen, um auf Trumps frühere Verbindungen zu ihm hinzuweisen (mehr dazu hier ).
Bei den Demokraten gehen die Meinungen darüber auseinander, wie der Protest gegen die Regierung am besten ausgedrückt werden soll. Ihr Minderheitsführer im Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, sagte zuletzt, man könne entweder »in stiller Ablehnung« teilnehmen oder fernbleiben.
Mehr Hintergründe: Immer mehr Bürgerinnen und Bürger wollen die Politik des US-Präsidenten nicht länger hinnehmen. Der erwägt drastische Maßnahmen .
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels haben wir Al Green älter gemacht, als er ist. Noch ist er 78. Sein 79. Geburtstag ist erst im September.
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