Trump sagt Putin-Treffen ab – USA verhängen Öl-Sanktionen
Donald Trump hat ein geplantes Treffen mit Wladimir Putin in Budapest abgesagt. Kurz zuvor kündigte die US-Regierung neue Sanktionen gegen Russlands größte Ölkonzerne an.
US-Präsident Donald Trump hat das für baldige Zukunft anvisierte Gespräch mit Kremlchef Putin nicht stattfinden lassen. Trump begründete dies damit, dass sich das Treffen nicht richtig angefühlt habe. Obwohl frühere Telefonate mit Putin produktiv gewesen seien, hätten diese bislang zu keinen Ergebnissen geführt. Ein neuer Gesprächstermin ist nicht geplant, bleibt aber grundsätzlich offen.
Unmittelbar zuvor hatte das US-Finanzministerium Strafmaßnahmen gegen Rosneft und Lukoil – die beiden führenden Ölkonzerne Russlands – sowie deren Tochterfirmen angeordnet. Diese Sanktionen untersagen praktisch sämtliche wirtschaftlichen Beziehungen zu diesen Unternehmen, nicht nur für amerikanische, sondern auch für ausländische Partner. Vermögenswerte in den USA werden eingefroren, Geschäftsbeziehungen ohne spezielle Genehmigung verboten. Das Finanzministerium signalisierte Bereitschaft zu weiteren Maßnahmen.
Die Sanktionen folgen auf EU-Beschlüsse zu verschärften Strafmaßnahmen gegen russische Öl- und Gaslieferungen. Indische Unternehmen kündigten daraufhin an, ihre Rohölimporte aus Russland deutlich zu reduzieren. Parallel bemüht sich Trump, mit Chinas Präsident Xi Jinping zusammenzutreffen, um diesen als Vermittler gegenüber Putin einzusetzen – Gespräche sind zum Apec-Gipfel in Südkorea geplant.