US-Börsen unter Druck – Anleger verunsichert durch Iran-Konflikt
An der Wall Street dominiert wieder Vorsicht. Alle drei Leitindizes verlieren deutlich an Wert. Der Grund: Widersprüchliche Signale rund um mögliche Friedensgespräche im Irankonflikt verunsichern die Märkte.
Die US-Börsen sind am Donnerstag unter die Räder geraten. Der Dow Jones fiel um ein Prozent auf knapp 45.960 Punkte, der S&P 500 rutschte um 1,7 Prozent auf 6477 Punkte ab. Besonders heftig traf es den technologielastigen Nasdaq, der um 2,4 Prozent nachgab und damit in den Korrekturmodus überging – der Index hat nun mehr als zehn Prozent von seinem Rekordhoch verloren.
Ausgelöst wurde der Ausverkauf durch gemischte Signale bezüglich möglicher Verhandlungen im Irankonflikt. US-Präsident Trump äußerte sich skeptisch, ob ein Deal mit dem Iran überhaupt zustande kommt. Der iranische Außenminister widersprach hingegen, dass es derzeit Verhandlungen gibt. Diese widersprüchlichen Aussagen verschärften die Unsicherheit an den Märkten erheblich.
Die Verunsicherung wirkt sich auch auf die Rohstoffmärkte aus. Die Ölpreise zogen deutlich an – Nordseeöl Brent kletterte auf über 106 Dollar je Barrel, das US-Leichtöl WTI legte auf knapp 94 Dollar zu. Analysten erwarten, dass die Nervosität an den Börsen anhalten wird, solange die Lage im Nahen Osten angespannt bleibt.