Dürre gefährdet Atomstromproduktion in Europa

Extreme Niedrigwasser in europäischen Flüssen zwingen mehrere Länder, ihre Atomkraftwerke zu drosseln. Den Reaktoren fehlt das notwendige Kühlwasser.
Die anhaltende Trockenheit in Europa stellt die Stromversorgung zunehmend auf die Probe. Wegen Hitze und mangelnder Niederschläge sind Flüsse in mehreren Ländern auf historische Niedrigstände gefallen - mit direkten Auswirkungen auf die Energiewirtschaft.
Besonders Atomkraftwerke geraten unter Druck: Sie benötigen große Mengen Wasser zur Kühlung ihrer Reaktoren. Sinken die Flusspegel zu stark, müssen die Betreiber ihre Stromproduktion drosseln oder ganz einstellen. Damit fehlt in mehreren europäischen Ländern ein wichtiger Pfeiler der Stromversorgung in einer Zeit, in der die Nachfrage durch die Hitze eigentlich steigt.
Neben der Energiewirtschaft leidet auch die Schifffahrt unter den niedrigen Wasserständen. Experten warnen, dass solche Extreme ohne Gegenmaßnahmen in Zeiten des Klimawandels häufiger auftreten könnten.