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Mysteriöses Massensterben: Giftschlangen stranden an australischen Stränden

04. Dezember 2025· Jonas Brinkmann

An Australiens Küste werden immer mehr tote und verletzte Seeschlangen angespült. Forscher suchen nach den Ursachen – Wetterextreme und Beifang stehen im Verdacht.

An Stränden in Westaustralien mehren sich die Funde gestrandeter Seeschlangen. Allein in der Nanga-Bucht wurden seit Oktober etwa 15 tote Exemplare gemeldet, in der Stadt Carnarvon sollen es innerhalb von zwei Monaten rund 20 Tiere gewesen sein. Auch tote Schildkröten werden dort beobachtet. Forscher und Behörden können sich das Phänomen bislang nicht erklären.

Die gestrandeten Seeschlangen gehören zu den giftigsten Meeresbewohnern überhaupt – Behörden warnen deshalb vor direktem Kontakt. Angriffe auf Menschen sind aber extrem selten, da die Tiere normalerweise eher scheu sind. Experten vermuten, dass extreme Wetterereignisse die Tiere aus ihrem natürlichen Lebensraum in seichte Gewässer drücken und sie sich in Seegras verfangen. Auch Beifang in Fischernetzen könnte eine Rolle spielen. Eine Forscherin vermutet bei gestrandeten Tieren meist Krankheiten oder Verletzungen als Grund.

Bereits 2010 hatte eine Hitzewelle ein massives Seeschlangen-Massensterben in der Region ausgelöst und die lokalen Bestände um 76 Prozent reduziert. Die australischen Behörden rufen Bürger auf, verdächtige Funde über die Facebook-Seite "Australian Sea Snakes" zu melden, um das Phänomen besser erforschen zu können.

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