Das Zweitliga-Topspiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC (0:1) ist von Pyrotechnik, einem Platzsturm und zweimaliger Unterbrechung überschattet worden.
»Das ist nicht das, was wir hier sehen wollten. Wir wollten ein tolles Topspiel am Samstag sehen. Ausverkauftes Haus, über 30.000 Menschen da. Realität ist leider, dass wir 100 Menschen auf dem Platz gesehen haben, ungefähr, die sich Pyrotechnik entgegengeworfen haben«, sagte Dresdens kaufmännischer Geschäftsführer Stephan Zimmermann beim Pay-TV-Sender Sky. Es habe seit Wochen einen Austausch auch mit der Politik in Sachen Sicherheit gegeben.
Was war passiert?
Schon nach drei Minuten musste die Begegnung erstmals unterbrochen werden. Die Herthaner zündeten Pyrotechnik in ihrem Block, während die Dresdner ein Feuerwerk hinter dem Ultra-Block außerhalb des Stadions abfeuerten. Nach wenigen Minuten setzte Schiedsrichter Sven Jablonski das Spiel fort.
In der 19. Spielminute rannten dann plötzlich zahlreiche Vermummte aus dem Dynamo-Block quer übers Spielfeld in Richtung Hertha-Block, es kam zu Auseinandersetzungen, Pyrotechnik und Raketen wurden hin- und hergeschossen, ehe die Polizei die Heimfans zurück in den eigenen Block drängte. Jablonski pfiff schließlich in der – offiziell – 19. Minute wieder an.
Erste Hälfte dauerte 71 Minuten
Und sportlich? Egalisierten sich beide Teams im Mittelfeld. Großchancen waren Mangelware in einer ersten Hälfte, die mit den Unterbrechungen insgesamt 71 Minuten andauerte.
Ab der 66. Minute musste Hertha dann in Unterzahl agieren. Josip Brekalo traf den Ball nicht, dafür aber mit der offenen Sohle den Dresdner Robert Wagner und bekam die Rote Karte. Dynamo erhöhte anschließend den Druck. Nach einem Handspiel von Paul Seguin gab es nach Videoüberprüfung Elfmeter für Dresden. Doch Herthas Tjark Ernst (77. Minute) hielt den Strafstoß gegen Vincent Vermeij. Quasi im Gegenzug köpfte Marten Winkler (80.) dann zur Gästeführung.
Die Berliner rücken durch den Erfolg wieder etwas dichter an die Aufstiegszone heran. Dresden bleibt mitten im Abstiegskampf.



