Norwegen: Elektroautos verdrängen Diesel von Platz eins
In Norwegen sind batterieelektrische Fahrzeuge erstmals die häufigste Antriebsart. Über 918.000 E-Autos sind registriert – mehr als Diesel- oder Benzinfahrzeuge. Ein Wendepunkt im Verkehrswandel.
Norwegen hat einen symbolträchtigen Meilenstein erreicht: Batterieelektrische Autos sind nun die meistverbreitete Antriebsart im Land. Mit etwa 918.000 registrierten E-Fahrzeugen macht diese Kategorie knapp 32 Prozent des gesamten Autobestands aus – und hat damit erstmals Dieselautos überflügelt, die lange Zeit führten. Der norwegische E-Automobilclub Norsk Elbilforening verweist auf amtliche Statistiken, die diese Verschiebung dokumentieren.
Der Wandel verläuft rasant: Während täglich rund 1.150 neue Elektroautos zugelassen werden, verschwinden täglich etwa 300 alte Dieselfahrzeuge aus dem Verkehr. Bereits im September 2024 hatten E-Autos klassische Benziner überholt. Dieser Trend wird auch durch wirtschaftliche Anreize gefördert – Elektrofahrzeuge genießen erhebliche Steuervergünstigungen, während Verbrennungsmotoren deutlich teurer sind.
Allerdings wird das Fördersystem schrittweise zurückgefahren: Die Kaufpreisgrenze für Steuervergünstigungen liegt derzeit bei umgerechnet etwa 42.500 Euro und soll 2026 sinken. Viele Käufer reagieren mit Torschlusspanik und erwerben E-Autos, bevor die Förderung weiter reduziert wird. Für die Elbilforening ist dieses Resultat ein großer Erfolg – zumal der Verband sein 30-jähriges Bestehen feiert.