Elon Musk wollte mit OpenAI offenbar Mars-Besiedlung finanzieren

Elon Musk wollte mit OpenAI offenbar Mars-Besiedlung finanzieren

Gerichtsaussage eines Zeugen

Elon Musk wollte mit OpenAI offenbar Besiedlung des Mars finanzieren

In dem spektakulären Prozess zwischen Elon Musk und seinem Rivalen OpenAI hat der Präsident des KI-Start-ups ausgesagt – und von einem explosiven Treffen mit dem Techmilliardär berichtet.

Elon Musk (am 30. April im Aufzug des Gerichtsgebäudes im kalifornischen Oakland): Seine Marspläne hatte er Anfang des Jahres aufgeschoben
Elon Musk (am 30. April im Aufzug des Gerichtsgebäudes im kalifornischen Oakland): Seine Marspläne hatte er Anfang des Jahres aufgeschoben

Elon Musk (am 30. April im Aufzug des Gerichtsgebäudes im kalifornischen Oakland): Seine Marspläne hatte er Anfang des Jahres aufgeschoben


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Manuel Orbegozo / REUTERS


Sein Auftritt im Zeugenstand war mit Spannung erwartet worden: Der Präsident von OpenAI, Greg Brockman, erschien am Dienstag (Ortszeit) in Kalifornien vor Gericht, um im Prozess zwischen Elon Musk und dem Start-up für künstliche Intelligenz (KI) auszusagen. Dabei sagte Brockman unter anderem, Musk habe mit OpenAI die Besiedlung des Mars finanzieren wollen.

Bei einem Treffen im Jahr 2017 habe Musk die Führung von OpenAI beansprucht und argumentiert, er benötige 80 Milliarden Dollar für den Aufbau einer Stadt auf dem Mars, sagte Brockman (mehr zu den US-Träumen von Mars-Kolonien hier ). Als es ​bei dem Treffen zu Unstimmigkeiten über die Eigentümerstruktur gekommen sei, sei Musk wütend geworden. Er ⁠habe ein ⁠Gemälde an sich genommen, das ihm als Dankeschön überreicht werden sollte, und sei davongestürmt.

Greg Brockman im Gerichtsgebäude, im Hintergrund ist Sam Altman zu sehen (am vergangenen Donnerstag)

Greg Brockman im Gerichtsgebäude, im Hintergrund ist Sam Altman zu sehen (am vergangenen Donnerstag)


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Manuel Orbegozo / REUTERS


Musk hatte OpenAI im Jahr 2015 mitgegründet. Er verließ den Verwaltungsrat 2018 im Streit und stellte 2020 jegliche Unterstützung ein. In dem Prozess wirft er Firmenchef Sam Altman vor, ihn um 38 ‌Millionen Dollar betrogen zu haben. Das Unternehmen habe seine ​ursprünglichen gemeinnützigen Ziele aufgegeben, ‌um sich selbst zu bereichern. Musk fordert deswegen in dem Verfahren auch 150 Milliarden Dollar Schadensersatz. Aus seiner Sicht sei aus dem Start-up inzwischen ein gewinnorientierter Betrieb geworden. Ziel seiner Klage ist auch die ‌Absetzung von Altman und Brockman.

OpenAI erklärte dagegen, Musk sei verbittert, weil er den Verwaltungsrat vor den großen Erfolgen des Unternehmens verlassen habe – die Vorstellung von ChatGPT 2022 entfachte den weltweiten KI-Hype (mehr dazu in dieser SPIEGEL-Titelstory ). Musk wolle nun die Kontrolle erlangen ​und sein eigenes KI-Unternehmen ‌xAI stärken, heißt es von OpenAI.

OpenAI hatte sich 2019 umstrukturiert, um Geld von ‌externen Investoren ​annehmen zu können. Seitdem hat das Unternehmen über 100 Milliarden Dollar eingesammelt und steuert in diesem ​Jahr auf einen möglichen Börsengang mit ⁠einer Bewertung von einer Billion Dollar ​zu.

Mehr dazu, worum es in dem KI-Rosenkrieg zwischen Musk und Altman geht, erfahren Sie hier .

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