Start-up Terralayr sichert sich 192 Millionen Euro für Batteriespeicher
Das Berliner Unternehmen Terralayr erhält massive Investitionen für den Ausbau von Batteriespeichern in Deutschland. Mit einer innovativen Software-Plattform will das Start-up den Markt revolutionieren.
Das Energiespeicher-Unternehmen Terralayr bekommt Rückenwind von Investoren: Der französische Vermögensverwalter Eurazeo und bestehende Geldgeber stellen insgesamt 192 Millionen Euro zur Verfügung. Zunächst fließen 112 Millionen Euro, weitere 80 Millionen folgen bei erfolgreicher Umsetzung der geplanten Projekte. Mit dem Kapital will Terralayr in den kommenden drei Jahren 1.000 Megawatt Batteriespeicherleistung ans Netz bringen – eine beachtliche Steigerung angesichts der aktuell installierten 16,4 Gigawatt in Deutschland.
Das Besondere am Terralayr-Ansatz: Das Unternehmen kombiniert zwei Geschäftsmodelle. Einerseits entwickelt es selbst Speicherprojekte, andererseits betreibt es eine Software-Plattform namens Layr, die anderen Betreibern hilft, ihre Speicher optimal zu vermarkten. Die Plattform ermöglicht es, Speicherkapazitäten teilweise an den Strommärkten zu handeln und teilweise langfristig zu vermieten – so entsteht ein ausgewogenes Risiko-Ertrags-Profil für Speicherbesitzer. Große Energiekonzerne wie RWE und Vattenfall nutzen bereits entsprechende Tolling-Verträge mit Terralayr.
Experten sehen großes Potenzial: Mit Strompreisschwankungen zwischen günstigen und teuren Stunden können gut ausgelastete Batteriespeicher ihre Investitionen in wenigen Jahren amortisieren. Allerdings gibt es noch Hürden – lange Wartezeiten bei Netzanschlussanfragen bremsen viele Konkurrenten aus. Terralayr hat dieses Problem durch frühe Antragsstellung bereits minimiert und verfügt über eine solide Projektpipeline.