Energiepolitik: Wie Frankreich mit Elektrifizierung punkten will
Emmanuel Macron beim Besuch des Kernkraftwerks Penly: Mit mehr Strom soll sein Land attraktiver werden. Foto: via REUTERS
Paris. Frankreich macht Energiepolitik zur strategischen Frage. Vor dem Hintergrund der Energiekrise setzt Paris auf Transformation: weg von Gas und Öl, hin zu mehr Elektrizität. „Der Preis für ein Baguette soll nicht mehr vom Gaspreis
Geplant ist, den Anteil fossiler Energien am Verbrauch von aktuell rund 60 auf 40 Prozent bis 2030 zu senken. Bis 2035 soll er unter 30 Prozent fallen. Gleichzeitig will die Regierung den Stromanteil von derzeit 27 auf 38 Prozent erhöhen.
Frankreich will damit im europäischen Standortwettbewerb aufholen – auch gegenüber Deutschland. Doch gerade bei der Finanzierung bleiben zentrale Fragen offen.
Wirtschaft soll Veränderung treiben
Vor einer Metzgerei im Westen von Paris drehen sich ein Dutzend Brathähnchen vor den Flammen eines Gasgrills. „Poulet rôti“-Stände und ihr unverkennbarer Geruch gehören zum französischen Stadtbild. Doch viele dieser Grills laufen noch immer mit Gas. Wenn es nach der französischen Regierung geht, wird das populäre Brathähnchen bald elektrifiziert, genauso wie Landmaschinen, Baguette-Öfen oder Lkw.



