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DIHK kritisiert Emissionshandelsziele als unrealistisch

14. April 2026· Daniel Kastner

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer fordert Anpassungen beim EU-Emissionshandel und plädiert für internationale Klimaprojekte. Umweltschützer sehen das kritisch.

Die DIHK hat grundlegende Reformen beim europäischen Emissionshandelssystem gefordert. Nach Ansicht der Spitzenorganisation der deutschen Wirtschaft sind die gesetzten Klimaziele zu ambitioniert und führen zu Verzerrungen am Markt. Unternehmen würden damit rechnen, dass die Politik ständig regulierend eingreift, was das Vertrauen in das System schwäche.

Stattdessen plädiert die DIHK für realistischere Reduktionspfade und möchte internationale Klimaschutzprojekte stärker nutzen. Firmen sollen Zertifikate aus solchen Projekten auf ihre eigenen Emissionsreduktionsziele anrechnen können. Die DIHK sieht darin eine ökonomisch effiziente Möglichkeit, global CO₂ einzusparen.

Der Vorstoß der Kammer zielt auf Entlastung energieintensiver Branchen ab, die unter den Kosten des Emissionshandels leiden. Dies könnte deren internationale Wettbewerbsfähigkeit gefährden, argumentiert die DIHK. Klimaschützer betrachten die Forderungen nach Lockerungen jedoch skeptisch.

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