EU-Indien-Freihandelsabkommen: Das sind die Details des Handelsdeals
Indiens Ministerpräsident Modi (Mitte) mit EU-Ratspräsident Costa und EU-Kommissionschefin von der Leyen: Einigung in Neu-Delhi. Foto: Manish Swarup/AP/dpa
Bangkok, Brüssel, Berlin. Die Europäische Union (EU) und Indien haben sich am Dienstag auf ein Freihandelsabkommen geeinigt, das europäischen Exporteuren den Zugang zu dem Schwellenland erleichtern soll. Das Abkommen sieht nach Angaben der EU-Kommission vor, dass die Zölle auf 96,6 Prozent der EU-Warenausfuhren gesenkt oder gestrichen werden. Es werde erwartet, dass sich die europäischen Exporte nach Indien infolge der Vereinbarung bis 2032 verdoppeln werden, teilte die Kommission weiter mit.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen lobte das Abkommen. „Die EU und Indien schreiben heute Geschichte und vertiefen die Partnerschaft zwischen den größten Demokratien der Welt“, sagte sie.
„Dieses Abkommen wird den Menschen in Indien und Europa große Chancen eröffnen“, sagte der indische Premierminister Narendra Modi in einer Rede, die er per Videoschalte bei einer Energiekonferenz hielt. Es stehe für fast ein Viertel der globalen Wirtschaftsleistung und ein Drittel des Welthandels.
Die geplante Freihandelszone umfasst einen Markt von etwa zwei Milliarden Einwohnern. Die gegenseitig gehandelten Waren und Dienstleistungen hatten zuletzt ein Volumen von etwa 180 Milliarden Euro im Jahr.
Die nun von Indien zugesagte Öffnung seines Marktes geht nach EU-Angaben mit den höchsten Zollsenkungen einher, die das Land je einem Handelspartner gewährt hat. Sie werden nach EU-Berechnungen jährlich vier Milliarden Euro an Zöllen auf europäische Produkte einsparen.
Geplant ist unter anderem, dass die Abgaben für aus der EU nach Indien importierte Autos von 110 Prozent auf zehn Prozent reduziert werden – allerdings lediglich für maximal 90.000 Elektro- und 160.000 Verbrennerautos im Jahr.
Die indischen Zölle für Maschinen, Chemikalien und Pharmaprodukte sollen schrittweise weitgehend entfallen. Auch für europäischen Wein und Spirituosen soll der indische Markt weiter geöffnet werden. Darüber hinaus erhofft sich die EU mehr indische Aufträge für europäische Rüstungsunternehmen.
Das sind die Details des Freihandelsabkommens
In diesen Branchen wird Indien die Zölle für fast alle europäischen Produkte auf null Prozent senken:
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