EU einigt sich auf Kompromiss bei Fleischersatz-Bezeichnungen
Veggie-Burger dürfen ihre Namen behalten: EU-Unterhändler haben sich auf einen Kompromiss geeinigt. Bestimmte Bezeichnungen wie Geflügel oder Rippchen sind aber künftig tabu.
Im Streit um die Kennzeichnung vegetarischer Produkte zeichnet sich eine Lösung ab. Vertreter der EU-Staaten und des Europaparlaments haben sich auf einen Kompromiss verständigt, wonach Begriffe wie "Veggie-Burger" und "Tofu-Wurst" weiterhin verwendet werden dürfen.
Allerdings gilt dies nicht für alle Fleischersatz-Produkte. Verboten werden Bezeichnungen, die sich direkt auf Tier- und Fleischarten oder einzelne Fleischteile beziehen. Begriffe wie "Veggie-Hühnchen", "Tofu-Rippchen" oder "Soja-Schnitzel" dürfen demnach nicht mehr auf Verpackungen und Speisekarten stehen.
Der Kompromiss ist das Ergebnis monatelanger Verhandlungen. Das Europaparlament hatte ein umfassendes Verbot fleischbezogener Bezeichnungen für pflanzliche Alternativen gefordert, um Verbraucher zu schützen und Landwirte zu unterstützen. Bevor die Regelung in Kraft treten kann, müssen Europaparlament und die EU-Staaten dem Kompromiss noch formell zustimmen.