Trump-Experten überrascht von zweiter Amtszeit
Ein Trump-naher Politikwissenschaftler gesteht in einem Podcast ein: Die Intensität von Trumps Regierungshandeln habe er unterschätzt. Auch die mangelnde Gegenwehr von Republikanern überrasche ihn.
US-Präsident Donald Trump dominiert mit seinen täglichen Ankündigungen und Forderungen die politische Agenda. In einem Podcast-Gespräch äußerten sich zwei USA-Experten zum bisherigen Kurs seiner zweiten Amtszeit.
Armin Petschner-Multari, Politikwissenschaftler und Trump-Versteher, räumt ein, dass er die Entwicklungen falsch eingeschätzt hat. Obwohl absehbar gewesen sei, dass die zweite Amtszeit anders ausfallen würde – schließlich fehlten gemäßigende Figuren wie Mike Pence – habe ihn die tatsächliche Radikalität überrascht. Besonders überraschte ihn auch, wie wenig Widerstand Trump von seiner eigenen Partei erfährt, obwohl viele Republikaner privat Zweifel äußerten.
Trump-Kritiker Rüdiger Bachmann hingegen vergleicht die Immunität des ICE-Beamten nach einer tödlichen Schießerei mit Strukturen der Gestapo. Gleichzeitig erkennt auch der Kritiker an, dass Trumps Analyse zu Meritokratie in Universitäten einen Wahrheitskern enthält. Beide Experten warnen zudem vor einer Politisierung der deutsch-amerikanischen Beziehungen, da die CDU/CSU in zu wenig Kontakt zu modernen republikanischen Politikern stehe.