Cristian Mungiu gewinnt Goldene Palme in Cannes
Der rumänische Regisseur Cristian Mungiu hat die höchste Auszeichnung der Filmfestspiele von Cannes gewonnen. Sein Film »Fjord« über ein religiöses Ehepaar setzte sich gegen 21 Konkurrenten durch.
Bei der diesjährigen Ausgabe der Filmfestspiele von Cannes hat sich Cristian Mungiu mit seinem Drama »Fjord« die Goldene Palme gesichert. Der Film behandelt die Geschichte eines streng gläubigen rumänisch-norwegischen Paares, das mit seinen fünf Kindern in ein abgelegenes norwegisches Dorf zieht und dort in Konflikt mit den Behörden gerät. In den Hauptrollen sind Sebastian Stan und Renate Reinsve zu sehen.
Für Mungiu ist dies bereits die zweite Goldene Palme seiner Karriere – 2007 erhielt er die Auszeichnung bereits für »4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage«. Der Regisseur betonte in seiner Dankesrede, dass sein Film ein Zeichen gegen Radikalismus darstelle. Unter der Leitung von Park Chan-wook vergab die Jury zahlreiche weitere Preise: Andrej Swjaginzew erhielt den Großen Preis der Jury für seinen Film »Minotaur«, während die deutsche Regisseurin Valeska Grisebach mit dem Jurypreis geehrt wurde.
Weitere Auszeichnungen gingen an die Schauspieler Emmanuel Macchia und Valentin Campagne für ihre Rollen im belgischen Film »Coward« sowie an Virginie Efira und Tao Okamoto für das Drama »All of a Sudden«. Den Regiepreis teilten sich die spanischen Filmemacher Javier Calvo und Javier Ambrossi sowie der Pole Pawel Pawlikowski für seinen Film »Vaterland« mit Sandra Hüller.