Florida führt 18. Todesstrafe des Jahres aus
In Florida ist ein Mann hingerichtet worden, der 1989 eine Frau während eines Einbruchs getötet hatte. Es ist bereits die 18. Exekution im Bundesstaat in diesem Jahr.
Mark Geralds ist am Dienstagabend in einem Gefängnis in Raiford, Florida, durch Giftspritze hingerichtet worden. Der 33 Jahre alte Verurteilte war 1989 in einen Wohnhaus eingebrochen und tötete die Hausbesitzerin Tressa Pettibone mit mehreren Messerstichen. Sein achtjähriger Sohn entdeckte die Leiche später auf dem Küchenboden.
Die Hinrichtung ist die 18. in Florida in diesem Jahr und markiert einen Negativrekord für den Bundesstaat. Bereits nächste Woche soll eine weitere Exekution folgen. Insgesamt wurden in den USA bisher 45 Menschen hingerichtet – der höchste Wert seit 2010. Die Todesstrafe wird noch in 23 der 50 US-Bundesstaaten vollstreckt und ist in vielen Ländern geächtet.
Die Familie des Opfers äußerte sich nach der Hinrichtung erleichtert. Sie habe fast 37 Jahre in der Angst gelebt, dass weitere Berufungen oder Gesetzesänderungen die Strafe verhindern könnten. Geralds verzichtete kurz vor seiner Hinrichtung darauf, weitere Rechtsmittel einzulegen.