Feuerwehr München: Hätte bei Flugzeug-Zwangsübernachtung helfen können
Nach der Nacht-Zwangsübernachtung von 600 Passagieren am Münchner Flughafen kritisiert die Feuerwehr, nicht zum Einsatz gekommen zu sein. Spezielle Treppen und Transportmittel hätten Abhilfe schaffen können.
Am Münchner Flughafen mussten 600 Passagiere eine unerwartete Nacht in ihren Flugzeugen verbringen. Grund waren heftige Schneefälle, die ein Starten von sechs bereits bestückten Flugzeugen unmöglich machten. Für die Evakuierung der Fluggäste hätten Busse fehlen, um sie ins Flughafengebäude zu bringen.
Die Flughafenfeuerwehr hätte diese Situation entschärfen können, wie ein Sprecher deutlich macht. Die Einrichtung hält spezielle Treppen bereit, mit denen Passagiere in solchen Notsituationen das Flugzeug verlassen können. Ein Transport der Reisenden in Gebäude wäre durch den Einsatz von Feuerwehr- und Bundespolizeifahrzeugen organisierbar gewesen. Warum die Feuerwehr nicht alarmiert wurde, ist bislang unklar.
Die Kritik richtet sich vor allem auf die Überlegung, dass die Feuerwehr für eben solche besonderen Situationen vorhanden ist. Sollte ein Einsatz nicht einmal in Betracht gezogen worden sein, müsse dies Anlass zu kritischen Fragen und künftigen Verbesserungen geben.