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Merz bei Synagogen-Wiedereröffnung in München sichtlich bewegt

16. September 2025· Hitkanal.FM Redaktion

Bundeskanzler Friedrich Merz hat bei der Eröffnung der restaurierten Synagoge Reichenbachstraße emotional auf den wiederauflebenden Antisemitismus in Deutschland reagiert. Die Gedenkstätte wurde originalgetreu im Bauhaus-Stil wiederhergestellt.

Bundeskanzler Friedrich Merz ist bei der Wiedereröffnung der Münchner Synagoge Reichenbachstraße sichtlich emotional geworden. In seiner Rede kämpfte der CDU-Politiker mit den Tränen und seiner Stimme brach, als er an die NS-Verbrechen gegen Juden erinnerte. Merz betonte, dass ihn der erneut aufflammende Antisemitismus in Deutschland zutiefst beschämt und widerspreche dem Anspruch der Nachkriegsgeneration, »Nie wieder« als Versprechen zu verstehen.

Das Gebäude wurde 1931 im Bauhaus-Stil errichtet und überstand die Novemberpogrome 1938 nur, weil es im Hinterhof lag und ein Brand die Nachbargebäude gefährdet hätte. Nach dem Krieg diente es provisorisch als jüdisches Zentrum, stand aber seit der Eröffnung der Ohel-Jakob-Synagoge 2006 leer. Nun wurde die »Reichenbachschul« auf Initiative der Kulturvermittlerin Rachel Salamander mit schlichten Holzbänken, farbigen Wänden und rituellen Bleiglasfenstern originalgetreu saniert.

Die Restaurierung wurde zu je einem Drittel vom Bund, dem Freistaat Bayern und der Stadt München finanziert. Merz kritisierte zudem, dass Gesellschaft und Politik lange nicht ausreichend beachtet hätten, dass ein Teil der Migranten aus Ländern stamme, in denen Antisemitismus institutionalisiert ist und Israelhass bereits Kindern vermittelt werde.

H
Hitkanal.FM Main
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