Friedrich Merz stärkt Weimer: Kritik haltlos!

Friedrich Merz stärkt Weimer: Kritik haltlos!

Berlin – In die Debatte um den Kulturstaatsminister Wolfram Weimer schaltet sich nun der Kanzler höchstpersönlich ein – und stärkt dabei Weimer massiv den Rücken!

Zur Erinnerung: Wolfram Weimer war in die Kritik geraten, weil seine Firma – an der er bislang zu 50 Prozent beteiligt ist – beim Ludwig-Erhard-Gipfel teure Teilnahmepakete angeboten haben soll. Diese kosteten mehrere Zehntausend Euro, verbunden mit dem Versprechen, so „Einfluss auf politische Entscheidungsträger“ zu bekommen. Kritiker warfen ihm vor, wirtschaftliche Interessen und politische Nähe zu vermischen.

Jetzt stellt sich sein Chef, der Bundeskanzler, demonstrativ vor ihn! Nach der heftigen Kritik an der von seiner „Weimer Media Group“ organisierten Veranstaltung macht Merz deutlich: Die Vorwürfe gegen Weimer sind aus seiner Sicht haltlos.

Merz stärkt Weimer den Rücken

„Die Vorwürfe, die gegen Wolfram Weimer erhoben worden sind, haben sich alle als falsch erwiesen“, sagte Merz in einem „ARD“-Interview nach dem G-20-Gipfel in Johannesburg (Südafrika).

Als unmittelbare Reaktion kündigte Kulturstaatsminister Weimer bereits an, seine Anteile an der „Weimer Media Group“ einem Treuhänder zu übergeben. Seine Funktionen und Stimmrechte im Verlag habe er nach eigenen Angaben bereits im Frühjahr abgegeben.

▶ „Da wird nichts verkauft“, betonte Merz auf die Frage, ob die Veranstaltung problematisch sei. „Das ist eine Veranstaltung, wie übrigens zahlreiche andere Medienverlage sie im gleichen Format regelmäßig machen.“

Weimer sei kein Geschäftsführer mehr und habe indessen auch seine Anteile vollständig abgegeben – obwohl er das nicht hätte machen müssen, so Merz. „Damit gehe ich davon aus, dass alle Vorwürfe ausgehoben sind“, erklärte der Kanzler, der selbst schon Gast des Gipfels war.

Merz lobte auch ganz ausdrücklich die Arbeit seines Kulturstaatsministers: „Dass er nun von ganz links und von ganz rechts unter Feuer genommen wird, das bestätigt mich eher in meiner Einschätzung, dass er gute Arbeit macht.“ Die volle Rückendeckung aus dem Kanzleramt!

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