SPD-Politikerin will WM-Spiele in den USA nicht besuchen
Angesichts der politischen Spannungen in den USA erwägt die SPD-Sportpolitikerin Bettina Lugk, der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft fernzubleiben. Andere Politiker lehnen einen Boykott ab.
Die im Sommer anstehende Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada sorgt für politische Debatten in Deutschland. Hintergrund sind die angespannten innenpolitischen Verhältnisse in den USA sowie außenpolitische Spannungen. Bettina Lugk, sportpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, kündigte an, die Turnierspiele vor Ort nicht besuchen zu wollen. Sie kritisiert insbesondere die Einreisebestimmungen und offene Fragen zur Sicherheit von Fans.
Lugk lehnt allerdings einen generellen Boykott der WM ab. Sie sieht die aktuelle Debatte darüber als nicht zielführend an, da sich befürchtete Eskalationen bislang nicht bewahrheitet haben. Deutlichere Kritik richtet sie gegen den Deutschen Fußball-Bund für die Verleihung eines neu geschaffenen FIFA-Friedenspreises an den US-Präsidenten.
Während die Union das Vorhaben eines Boykotts überwiegend kritisiert, fordert die Grüne-Opposition von der Bundesregierung konkrete Schutzmaßnahmen für deutsche Fans. Die Bundesregierung selbst hält sich aus der Debatte heraus und verweist auf die Zuständigkeit des Deutschen Fußball-Bundes und der FIFA.